| Jugendgottesdienst am 30.11.2008 |
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Am Sonntag den 30. November 2008 diente der Älteste Hiddesen der Jugend aus Hannover Nord, Mitte und West in der Kirche in Herrenhausen.Er nutzte das Wort aus dem 1. Korinther 15, Vers 44: „Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib“. Zu Beginn ging der Älteste auf das verklungene Chorlied „Gott hört dein Gebet“ ein, indem er die Jugend zum Nachdenken darüber anregte, wie es um das eigene Gebet und damit die ganz persönliche Verbindung mit Gott steht. Gott hat den Menschen geschaffen, um mit seinem göttlichen Odem ein Teil seines Selbst in ihn hinein zu legen. Deshalb lebt dieser geistliche Teil eines Menschen, die Seele, auch von der Verbindung mit Gott im Gebet. Natürlich gibt es Zeiten, in welchen dieses mal vergessen wird, aber wir sollten immer wieder versuchen, die Verbindung wieder zu finden. Denn Gott versteht uns und möchte uns immer wieder glücklich machen. Dann ging der Älteste auf den 1.Advent ein. Manche fragen sich vielleicht, warum dieser überhaupt gefeiert wird. Vom Traditionellen abgesehen sollte uns dabei besonders die ganz persönliche Erwartung Jesu Christi und unsere Zukunft in den Sinn kommen. Was bewirkt dieser Gedanke bei uns? Ist es noch ein fester Glaube und Zuversicht, dass Jesus kommen wird? Manchmal stößt man bei solchen den Glauben betreffenden Vorstellungen auf gegenteilige Ansichten. Der Älteste erwähnte dabei seinen damaligen Biologielehrer, welcher beim Thema Evolution behauptete, dass dadurch erwiesen sei, dass es keinen Schöpfer gebe. Dazu erwiderte der Älteste seinem Lehrer, dass sich Evolution und Gott doch gar nicht ausschließen müssen, sondern die Evolution der Weg ist, auf dem Gott alles geschaffen hat. Gott als Töpfer wird dabei ja lediglich als Bild verstanden, bei dem der Leib das Gefäß darstellt, in welchem das Wichtige, die Seele, liegt. Zu diesem Thema wies der Älteste auf einen aktuellen Zeitungsartikel aus der Zeitschrift „Die Welt“ hin: „Die Seele gibt es wirklich“. Zwar brauchen wir solche Nachweise nicht, trotzdem ist es interessant zu wissen, dass auch die Wissenschaft bezüglich der Religion langsam einen Richtungswechsel vornimmt, und nicht mehr nur mit dieser konkurriert.Nach einem Chorlied lasen zwei jugendliche Schwestern Passagen aus dem Artikel vor. Ein Naturwissenschaftler berichtete darin unter anderem von einem Erlebnis, bei welchem ihm des nachts ein junger Mann erschienen ist und kurz darauf wieder im Nichts verschwand. Im Nachhinein fand er heraus, dass dieser Mann sich kurz zuvor das Leben genommen hatte. Die Quintessenz des Artikels lautete: Es gibt eine physikalisch beschreibbare Seele. Das Diesseits ist die gesamte Materie, aber das Jenseits ist das Übrige, die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere. Unser gegenwärtiges Leben ist damit bereits jetzt vom Jenseits umfangen. Somit könnten sich Naturwissenschaft und Religion ergänzen, wie ein linker und ein rechter Schuh. Der Älteste fragte anschließend, was wir mit solchen Artikeln machen sollen? Sie sind zumindest ein Anreiz zum Unterhalten. Aber einen Beweis für die Existenz der Seele gibt es nicht. Auch der Artikel stellt letztendlich nur eine These dar. Unser Glaube gründet sich aber auch nicht auf Beweise: Johannes 8, Vers 31: „Wenn ihr aber bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Wir sollen also am Wort bleiben und es in unser Leben einbauen, dann können wir den Glauben erleben. Unser Glaubensleben und unsere Glaubenserfahrung sollen also unser persönlicher Nachweis sein! Das Erkennen der göttlichen Wahrheit durch Gottes Wort reicht aber allein auch nicht aus. 1. Korinther 13, Vers 2: „Und wenn ich (...) alle Erkenntnis und allen Glauben hätte, so dass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.“ Wenn man verliebt ist, braucht man dafür keinen wissenschaftlichen Beweis. Wir sollten also auch keine Bescheinigung für die Liebe Gottes brauchen, sondern sie fühlen und empfinden. „Ja, ich werde geliebt! Ja, ich habe meinen Glauben erlebt.“ Dann diente Bezirksevangelist Lorenz der Jugend. Er berichtete über seine unterschiedlichen „Beziehungsphasen“ mit Gott und Jesus. Als Kind kannte er nur den Gott, der alles Gute schenkt, weil er uns so lieb hat. Später erlebte er auch schon mal schlechte Dinge und Rückschläge, bei welchen die Frage aufkommen könnte, ob Gott uns wirklich so lieb hat. Gott hat uns eine Eigenverantwortung gegeben, sodass wir auch vieles selbst beeinflussen. Er möchte, dass wir eigene Erfahrungen mit ihm machen, um immer wieder neue, manchmal auch unerwartete, Seiten an ihm zu entdecken. Wir werden ihn nie ganz begreifen, sonst wäre er nicht Gott. Aber wir können es schaffen, immer mehr unser Herz in seine Hände zu legen und somit enger mit ihm zusammenzuwachsen. So erst werden wir reicher an Erfahrung und können später als mündige Seelen im 1000jährigen Friedensreich an seiner Seite als Priester wirken. Schließlich endete der Älteste mit der Anregung, doch einmal die Beziehung zu Gott dafür zu nutzen, im Gebet um neue Erfahrungen mit ihm zu bitten. Dafür muss man auch manchmal geduldig sein. Aber wir werden mit Sicherheit Erfahrungen sammeln und somit Gewissheit und Zuversicht für unsere Zukunft erlangen.
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