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Dem Herrn klar sagen, was man will! PDF Drucken
Lukas 18,40-41
Jesus fragte den Blinden und sprach: Was willst du, dass ich dir tun soll?
Der Blinde sprach: Herr, dass ich sehen möge.

Das heißt beten: dem Herrn klar sagen, was man will.
Wir haben eine Menge Wünsche, die wir dem Herrn nicht sagen. Und wir tun recht daran. Wir wissen ganz genau, dass diese Wünsche nicht nach seinem Willen sind.
Unsere Wünsche und unser Verlangen werden gewissermaßen schon sortiert, wenn wir uns überlegen, ob wir sie dem Herrn im Gebet vortragen dürfen.
Böse, unreine und selbstsüchtige Wünsche werden wir selbst nicht für geeignet dafür halten. Die werden also aus unseren Gebeten ausgeschieden. Und wir werden gut tun, sie auch aus unserm Leben auszuscheiden. Solche ungeeigneten und bösen Wünsche wollen wir unter das Kreuz Jesu bringen. Wir wollen sie als Sünde bekennen und den Herrn Jesus bitten, er möge sie in sein Sterben mit hineinnehmen.
Aber alles andere dürfen wir dem Herrn klar und bestimmt im Gebet vortragen. Er wird dann wiederum unsere Wünsche und Bitten sortieren und still das beiseite legen, was nicht nach seinem Willen ist und was uns schädlich wäre.
„Herr, dass ich sehen möge", betete der blinde Bettler, der vor den Toren der Stadt Jericho dem Herrn Jesus begegnete.
Der Blinde redete nicht hin und her. Er machte nicht viele Worte. Kurz und klar brachte er seine Bitte vor. Es war ein sehr großer Wunsch. Aber die Größe der Bitte zeigt uns die Größe des Vertrauens zur Größe und Macht Jesu.
Der blinde Bettler betete ja nicht ins Ungewisse zu einem unbekannten Gott. Er hatte erkannt und glaubte, dass Gott in Jesus zu uns gekommen ist. Nun konnte er im Glauben und voll Vertrauen bitten.

Herr! Lehre uns recht beten!

aus Tägliche Andachten
Wilhelm Busch