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Jugendtag am 9. Sept. 2007 |
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Textwort: 1.Timotheus 6, Vers 11: Gottesmensch,[...]ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist.
Die Jugend der gesamten Gebietskirche Mitteldeutschland traf sich am 9. September mit unserem Bezirksapostel Klingler zum Gottesdienst des Jugendtages im Kuppelsaal des Congress Centrums Hannover.
Das Textwort des Gottesdienstes war zugleich auch das Motto des Jugendtages: Ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist!
Jedoch soll das Wort nicht nur Motto dieses einen Tages sein, sondern soll auch in die Zukunft fortwirken.
Deshalb ist es wichtig sich zu fragen, wie man das ewige Leben eigentlich ergreifen kann.
Bezirksapostel Klingler erklärte dazu zunächst, wie Kinder das Greifen erlernen.
Zuerst erkennen sie, was sie haben wollen, dann langen sie danach, sie schätzen es Wert und schließlich halten sie es dann fest in den Händen und lassen es gar nicht mehr los.
Paulus, der den Timotheus mit der ehrenvollen Anrede "Gottesmensch" ansprach, zeigte diesem damit sein Vertrauen. Er traute es Timotheus zu, das ewige Leben zu ergreifen und auch festzuhalten. Gott schenkt uns dieses Zutrauen heute auch. Auch wir sind dazu in der Lage, den Wert des ewigen Lebens zu erkennen, es zu ergreifen und dann nicht wieder loszulassen. Denn das ewige Leben beginnt schon hier und heute.
Schon Petrus sagte: Wohin sollen wir gehen, nur du hast Worte des ewigen Lebens.
Erkennen wir das auch immer? Besonders in der heutigen Zeit mit den vielerlei Angeboten ist es schwierig zu erkennen, dass Christus allein das Heil ist. Aber genau diese Erkenntnis ist es, welche man zunächst braucht, um das ewige Leben zu ergreifen. Wir müssen erkennen, dass Gott der wahre Gott ist und dass nur Christus uns Heil bringt.
Ewiges Leben heißt aber auch weiter, dass man sich von Dingen trennen muss. Dazu nannte der Bezirksapostel das Beispiel vom reichen Jüngling. Er sollte sein Hab und Gut verlassen und Jesus nachfolgen. Nachfolge heißt, in Jesu Tugenden hineinzuwachsen, das abzulegen, was dabei hinderlich sein könnte und auch den Nächsten zu lieben und ihm zu helfen.
Als weitere Voraussetzungen für das Ergreifen des ewigen Lebens nannte der Bezirksapostel noch das Wort Gottes, das sich uns im Gottesdienst offenbart und das heilige Abendmahl.
Nachdem die Jugendtags-Band das Lied "Folgen" zu Gehör brachte, ging der Bezirksapostel auch auf den Text dieses Liedes ein. Man soll demnach aufgrund der Nachfolge auch einmal alte Pläne und Ideen aufgeben und dabei besonders auch an Andere denken. Eine solche Gelegenheit bietet uns dazu im Besonderen die Gemeinde, in welcher wir miteinander und füreinander da sein können. Besonders gilt dabei für die Gemeinde auch der Korintherbrief, in dem es sinngemäß heißt: Es ist alles erlaubt, aber dient das, was ich gerade tue auch zum Guten, baut es auf oder befreit es mich, anstatt mich gefangen zu nehmen?
Christus baute Andere immer auf und sorgte für Frieden. Zum aktiven Christsein in der Gemeinde zählen auch diese Eigenschaften.
Nach einem Chorlied sprach uns dann Apostel Burchard mit "Ihr lieben Gottesmenschen" an. Dann zitierte er den Bezirksapostel, welcher am Abend zuvor schon von Bethanien sprach. Auch wir können für Jesus eine Martha, Maria und Lazarus sein, denn Christus ist auch mitten unter uns.
Es ist falsch zu denken, dass das Leben hier auf Erden nicht so wichtig ist, und für uns allein das ewige Leben zählt. Denn man kann beides nicht voneinander trennen. Beim "Ergreifen" des ewigen Lebens dürfen wir aber auch keine Berührungsängste haben. Weder innerhalb der Kirche noch nach außen hin. Nächstenliebe gegenüber jedermann gehört zum Leitbild unserer Kirche. Wir müssen somit aktiv werden an uns und an Anderen.
Nach einem Gemeindelied bereitete uns Apostel Korbin dann auf das heilige Abendmahl vor. Manchmal denkt man sich auch: Das ewige Leben ergreifen...schaffe ich das überhaupt?
Dagegen sprechen dann eigentlich viele Situationen, in welchen es in unserem Leben schon besonders galt, nach Christi Wesen zu handeln, und in welchen wir uns dann einfach nur gelähmt fühlten. Aber Jesus kennt unsere Schwächen und gibt uns allen Gnade. Das, was dabei aber wieder in unserer Hand liegt, ist das "Zupacken" und das "Ergreifen" der Gnadenhand Gottes.
Zum Ende des Gottesdienstes las der Bezirksapostel dann noch einige Gedanken vor, die an der Gedankenwand auf dem Jugendtag hingen.
Ein Gedanke war für mich besonders eindrücklich: "Gott spielt in meinem Leben keine Rolle...er führt Regie!" Wenn dies bei uns so ist, können wir es auch schaffen, das ewige Leben zu ergreifen.
R.K.
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